Teampower in München: Rechtssicheres Verkaufen im Internet

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Teampower par Excellence zeigt das Etsy München Team mit seinen Fortbildungsveranstaltungen.

Nachdem die Umfragen unter den Mitgliedern immer wieder ergeben haben, dass Rechtssicherheit ein immer aktuelles Thema ist, laden die Münchner am 21. November 2016 zum Workshop „Rechtssicheres Verkaufen im Internet“ ein. Fachanwalt Max-Lion Keller der IT-Recht Kanzlei hält einen Impulsvortrag und stellt sich dann den Fragen des Publikums.

Unkostenbeitrag: 15 Euro. Nähere Informationen hier.

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Etsy goes EU

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Was, Etsy und die EU …? Also, um Missverständnissen vorzubeugen: keiner von uns hat einen Sitz im Europarat gewonnen, Etsy nicht, und das Etsy Germany Street Team auch nicht. Aaaber: wir alle können in Zukunft ein gutes Stück näher dran sein an der Europäischen Union und ihren Gesetzgebungsverfahren – und das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung (und bitte mal ganz unten schauen – Unterstützung erwünscht 😉 )

Im letzten Blog-Post war schon berichtet worden, dass es auf dem Etsy Captains‘ Summit in München viele interessante Gespräche und Begegnungen gab. Ganz besonders gefreut hat es mich, dass mit Angela Steen nun eine Fachfrau da ist, die sich ganz speziell um ‚EU Public Policy‘ und ‚Government Relations‘ kümmert, sich also sehr gut mit der EU-Politik in Brüssel auskennt und die Möglichkeit hat, die Interessen von Etsy als Marktplatz dort zu vertreten – und  Etsys Interessen sind, was EU-Gesetze und Verordnungen angeht, in vielen Fällen auch unsere Interessen, denn Etsy kann natürlich nur erfolgreich sein, wenn wir es auch sind – und dazu brauchen wir ein rechtliches Umfeld, das wir möglichst leicht umsetzen können und in dem wir arbeiten können.

Dass der so genannte ‚Digital Single Market‘, zu dem wir mit unseren Shops bei Etsy gehören, ganz besondere Anforderungen an Gesetze und Verordnungen stellt, die sich gründlich von denen traditioneller Kleinbetriebe wie dem Installateur um die Ecke unterscheiden, merken wir wohl alle fast ständig in unserem Alltag. Novellen zur Textilkennzeichnungsverordnung, Variationen der Verpackungsverordnung, international unterschiedliche Mehrwertsteuerregelungen, Versicherungspflichten und Formulierungsvorschriften – kaum einer von uns überblickt das Chaos an Ge- und Verboten wirklich hundertprozentig zuverlässig, und viele dieser Vorschriften sind für uns als Kleinst-Unternehmer (meistens -innen, denn die meisten von uns sind ja Frauen) unübersichtlich, unsinnig und vor allem oft genug unwirtschaftlich, weil der Aufwand, den die Umsetzung erfordert, in keinem Verhältnis steht zum zu erwartenden Gewinn. Hier hinken die Gesetzgeber noch weit hinter der tatsächlichen Wirklichkeit unseres großen Marktes der kleinen Shops hinterher.

Dass es jetzt Angela und ihre Aufgabe gibt, kann helfen, daran etwas zu ändern, nämlich Aufmerksamkeit für das zu schaffen, was sich immer noch nicht weit genug herumgesprochen hat: dass es viele, viele Kleinst-Unternehmen gibt, in denen fähig, engagiert und auch erfolgreich gearbeitet wird, dass dieser neue Markt aber in den Köpfen der Verantwortlichen noch viel zu wenig präsent ist.

Ich jedenfalls wünsche mir mehr Gesetze, die Probleme beseitigen und nicht, wie bisher, oft erst neue schaffen. Und ich denke, die Chance, dass das gelingt, ist jetzt ein bisschen größer geworden.

Liebe Grüße aus Berlin – Emma

Wichtig: Deutschland ist ein großes Land, und Angela vertritt auch Frankreich, UK … Ihr könnt helfen, diese Lobby-Arbeit in unserem Interesse möglichst schnell möglichst effektiv werden zu lassen. Wenn Ihr Vereine, Verbände, Gruppierungen kennt, die ähnliche Interessen verfolgen oder als Multiplikatoren interessant sein können, dann schickt mir doch bitte einen Hinweis oder Link. Über die Kommentarfunktion oder per Email an wollarium[at]gmail.com. Ich leite das dann an Angela weiter. 

 

 

 

#EtsyCaptainsSummit in München

Etsy Deutschland hat für letztes Wochenende die Etsy Team-Kapitäne zum mittlerweile 3. deutschen Etsy Captain Summit eingeladen. Hinter verschlossenen Türen wurden über den Dächern Münchens Erfahrungen ausgetauscht, Wünsche vorgetragen und auch Kritik geübt.

Für alle ehrenamtlichen Team-Kapitäne war es eine einmalige Gelegenheit sich zu treffen und das Netzwerk der Kreativen UnternehmerInnen in Deutschland und Österreich zu stärken. (Ehrlicherweise müssen wir hier anmerken, dass wir momentan hierzulande komplett in Frauenhand sind.)

Zurück in die Büros und Studios kommen wir mit starken Neuigkeiten, die noch ein bisschen Verarbeitungszeit und Diskussion brauchen: Etsy wird dieses Jahr viel tun, um in Deutschland auch unter Käufern bekannter zu werden und dafür die Teams einbinden.  Es sieht so aus, dass nicht alle Aktionen offline stattfinden werden. Deshalb können auch Mitglieder des Etsy Germany Streetteams gespannt sein, die sich in keinem der lokalen Teams engagieren. Etsy und auch wir informieren Euch rechtzeitig!

Mit Angela Steen hat Etsy eine Frau gefunden, die sich künftig um Etsys und (damit) unsere Interessenvertretung innerhalb der EU kümmert. Sie hat uns erklärt, wie Lobby-Arbeit in Brüssel (und anderswo) funktioniert. In ein paar Wochen wird eine Website gelauncht, auf der wir ihre Arbeit verfolgen können. Im Team wird sich Emma Sommerfeld, darum kümmern, dass wir am Ball bleiben. Außerdem möchten die meisten Deutschland-Teams, so auch wir, einen engeren Draht zum Etsy Product-Developement pflegen.

Während uns der Kopf rauchte, hat Stefanie Ramb mal wieder ihr einmaliges Multitasking-Talent bewiesen und  tolle Fotos geschossen.

Bis bald, Eva-Dewi & Johanna

How-to-Produktfotografie oder Produktfotografie für absolute Einsteiger

Alexandra ist die Frau, die mit ihrem Etsy Shop mypinchofsalt.etsy.com die Meeresbrise nach Österreich, oder an deinen Arm holt. Sie hat die Kniffe der Produktfotografie raus und ihre besten Tipps für Dich zusammengefasst, damit Deine Produktfotos auch schon bald so schön sind, wie ihre.

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Seit einer knappen Woche läuft der Etsy Resolution Workshop nun schon und im Forum der dazugehörigen deutschsprachigen Facebookgruppe, die mittlerweile über 1600 Mitglieder zählt, wird eifrigst diskutiert. Etsy Resolution richtet sich vor allem an jene, die mit einem Etsy Shop 2016 neu durchstarten wollen, aber auch an alle, die aus ihrem bestehenden Shop nochmal das beste herausholen wollen, um ihre Verkaufszahlen zu steigern und ihrem Shop den letzten Schliff zu geben.

Aufgabe Nummer 1: Mache dein erstes Produktfoto.

Boom! Jeder der online seine Produkte verkaufen möchte, muss sich zwangsläufig damit beschäftigen, wie man Dinge, die man mit viel Liebe und Leidenschaft hergestellt hat, ins rechte Licht rückt. Keine leichte Aufgabe wenn man bedenkt, dass gute Fotografie ja nicht etwas ist, was man so schnell mal nebenbei lernt, sondern ein Beruf. Bloss: Bei Etsy bist du alles in einer Person – dein eigener CEO, Designer, Marketingbeauftragter und eben auch Fotograf.

Ich selbst beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit Fotografie, und so wie viele, die jetzt im Rahmen von Etsy Resolution am Anfang stehen, bin auch ich einmal ganz am Anfang gestanden. Blende, Belichtungszeit, ISO und Tiefenschärfe waren für mich Fremdwörter und ich habe mit mehr oder weniger grossem Erfolg versucht, schöne Bilder zu machen. Wenn ich mir heute meine ersten Gehversuche mit der Kamera anschaue, muss ich lachen. Die Bilder von damals sind für mich definitiv nichts, was ich gerne herzeige. Mittlerweile bin ich in der glücklichen Situation, dass mein Freund und gleichzeitig auch Liebe meines Lebens selbständiger Sport- und Aktionfotograf ist und mich in vielen Situationen gecoacht hat. Und ich kann euch sagen, ich habe gelitten. Schließlich hört niemand gerne Kritik. Aber: Das gehört dazu! Und es ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen.

So here we are!

Nummer 1 – MACH PLATZ FÜR DEIN PRODUKT

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Lass deinem Produkt Luft zum Atmen!

Du gibst dir viel Mühe dein Produkt herzustellen, gib ihm auch auf dem Foto Luft zum Atmen! Einer der häufigsten Fehler ist dem Produkt nicht genügend Raum zu geben. Fotografiere dein Produkt mit ringsum genügend Abstand zum Rand, du kannst das Bild in der Nachbearbeitung noch immer zuschneiden. Gibst du deinem Produkt nicht genügend Raum, so wirkt es erdrückt. Wenn du das Gefühl hast, es ist genug Platz, dann gib noch mal ein bisschen was ringsum dazu, dann bist du auf der sicheren Seite.

Nummer 2 – DAS WIRR-WARR MIT DEM HINTERGRUND

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Wähle den richtigen Hintergrund

Hintergrund ist nicht gleich Hintergrund. Verschiedene Produkte verlangen nach unterschiedlicher Hintergrundgestaltung. Generell gilt aber eine einfache Regel: Der Hintergrund soll nicht mit dem Produkt konkurrieren. Das, was du verkaufen möchtest soll IMMER im Vordergrund stehen! Ist dein Produkt schon sehr bunt, verzichte auf einen bunten oder stark gemusterten Hintergrund. Hast du ein filigrane Halskette, verzichte auf grobe Strukturen, in denen die Details verschwinden. Bist du dir mit dem Hintergrund nicht sicher, teste verschiedene Materialien.

Auch ein Problem mit dem Hintergrund: Versuche Platz zu schaffen zu Wänden wenn du grosse Sachen fotografierst, niemand muss auf dem Produktfoto die genaue Anzahl der Pünktchen deiner Raufasertapete zählen können. Und: wenn der Hintergrund in einer Unschärfe verschwindet, kommt dein Produkt besser zur Geltung. Ausnahmen würde ich hier nur bei Möbeln machen.

Ein Freisteller ist besser als ein schön fotografierter Hintergrund? Lass lieber die Finger davon. Freistellen erfordert gute Skills in Bildbearbeitungsprogrammen und sieht schnell schlampig aus, wenn man es nicht wirklich gut kann. Das macht nur Ärger. Investiere deine wertvolle Zeit lieber um schönere Fotos zu machen.

Nummer 3 – IM DUNKELN IST (NICHT) GUT MUNKELN

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Helligkeit lohnt sich!

Viele Bilder sind stark unterbelichtet. Trau dich mehr Licht reinzubringen! Das heißt allerdings nicht, dass du Sonnenschein und Frühlingstage brauchst, sondern ganz im Gegenteil – direktes (Sonnen)Licht sowie auch Blitzlicht sind unbedingt zu vermeiden, da sie sehr unschöne Schatten machen und das sieht dann gar nicht schön aus.

Ein bewölkter Himmel ist gut, der wirkt wie ein natürlicher Diffusor und macht das Licht weich. Auch unschöne Schatten sind hier dann kein Problem. Tageslicht ohne direkte Sonneneinstrahlung am Fenster oder der Balkontür eignet sich ebenso perfekt zum Fotografieren deiner Produkte.

Wenn du mit Tageslichtlampen oder Blitz fotografierst, kann ich dir einen Fotowürfel/Lightbox nur sehr ans Herz legen. Egal ob DIY Variante oder gekauft, das Licht ist wunderbar! Es gibt im Internet unzählige Anleitungen zum Selbermachen, oder du schaust bei einem Onlineanbieter nach der passenden Größe für dich und deine Produkte. Vergiss hier nicht Punkt 1, dein Produkt braucht Platz! Meinerseits ein klarer Vorteil für die gekaufte Lightbox, die lässt sich auch bei grossen Größen klein zusammenlegen und leicht verstauen!

Nummer 4 – SCHNIPP-SCHNAPP UND AB

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Close-Up – das richtige Maß finden.

Passt irgendwie auch zu Punkt eins, aber: Schneide dein Produkt nicht lieblos ab! Schneiden ist ok, vor allem wenn es in der Fotografie um Details geht, willst du dein Produkt aber erst mal vorstellen achte darauf, dass nicht irgendwo ein Zipfel fehlt! Das sieht unschön aus und wirkt unprofessionell.

Grundsätzlich gilt: Wenn du schneiden möchtest, dann so, dass es gewollt aussieht. Also so richtig.

Nummer 5 – ERDRÜCK MICH NICHT!

Ich weiss, Accessoires sind für viele was tolles, aber: Überlade deine Fotos nicht! Setzte dein Produkt in Szene! Ein gut fotografiertes Produkt braucht keine Blumen, Kaffeebohnen oder sonstigen Schnick-Schnack, weil das Bild sonst schnell sehr voll wird und man nicht mehr auf den ersten Blick erkennt, was du eigentlich verkaufen möchtest! Auch richtiges Styling für Fotos ist ein Beruf wie zB in der Foodphotography, wer nicht genau weiss, was er da tut, sollte deshalb besser die Finger davon lassen, weil die gut gemeinte Blume sonst schnell kitschig wirkt und unmotiviert versucht das Bild aufzuhübschen.

Nummer 6 – VOGELPERSPEKTIVE

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Ändere die Perspektive! Versuche verschiedene Einstellungen aus und lass dich dabei gerne auch von anderen Verkäufern auf Etsy oder Plattformen wie Pinterest inspirieren! Es gibt so viele wunderbare Fotos zu denen wir alle ohne Einschränkungen Zugang haben, und diese Möglichkeit sollten wir nutzen! Von oben von unten schräg von vorne offen was auch immer dir einfällt.

Nummer 7 – SEI (K)EIN PHOTOSHOPGURU

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© steffi freier | bild eins unbearbeitet | bild zwei snapseed | bild drei photoshop

Photoshop oder der Olymp der Bildbearbeitung. Es geht auch ohne – Je besser dein Produkt fotografiert ist, desto weniger Zeit musst du in die Nachbearbeitung investieren. Ich fotografiere meine Produkte schon so, dass ich in der Postproduction nur mehr Kleinigkeiten anpassen muss. Ich persönlich mache Photoshop dabei gar nicht auf. Bei mir passiert in der Nachbearbeitung in Camera RAW nur folgendes:

  1. Bildausschnitt (wenn überhaupt) minimal anpassen
  2. Weissabgleich
  3. eventuell die Helligkeit etwas nachregeln
  4. Kontrast etwas erhöhen
  5. minimal nachschärfen
  6. speichern

Grundsätzlich kann man mit einfachen Mitteln und ohne Photoshoperfahrung auch mit Apps am Smartphone oder kostenlosen Programmen zur Bildbearbeitung am PC noch vieles aus einem Bild herausholen. Je besser das Ausgangsbild, desto weniger Arbeit hinterher und desto besser das Ergebnis!

Wichtig ist, dass du bei der Aufnahme gleich auf ein paar Kleinigkeiten achtest, die dir nachher Arbeit ersparen.

  1. wähle den richtigen Bildausschnitt
  2. achte darauf, dass Linien korrekt ausgerichtet sind, dazu zählen auch Bodenleisten und ähnliches
  3. wähle die richtigen Einstellungen an deiner Kamera
  4. setzte das richtige Licht

Nachbearbeitung hin oder her: Bitte verwende keine schrägen Filter, Rahmen oder sonstige Besonderheiten die vorgeben, dein Foto aufzuhübschen, denn meistens ist hier leider das Gegenteil der Fall.

Nummer 8 – UND DAS FORMAT?

Ich empfehle mit drei Formaten zu arbeiten: Quadrat, 2:3 oder 3:4. Alle anderen Formate sehen meist eigenartig aus oder engen das Produkt ein. 16:9 oder ähnliche Formate sind für die Produktfotografie völlig ungeeignet und sollten anderen Bereichen der Fotografie wie der Landschaftsfotografie vorbehalten bleiben.

Nummer 9 – BLAU BLÜHT DER ENZIAN oder DAS PROBLEM MIT DEM WEISSABGLEICH

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Wer mit Kunstlicht fotografiert kennt das Problem. Die Fotos blühen in allen Farben eines blauen Auges, als hättest du dich am Vorabend mit deinem Nachbarn geprügelt. Keine Sorge, in der Bildbearbeitung bekommst du das meistens problemlos wieder raus! Auch hier ist als Ausgangsbasis gutes Licht wieder von Vorteil, siehe Punkt 3.

Denke daran, das farbige Flächen um dein Produkt das Licht auch farblich verändert reflektieren und sich dein Bild auch dadurch verändern kann.

Nummer 10 – KNOW YOUR GEAR!

Auch wenn du noch nie in deinem Leben eine Kamera in der Hand gehalten hast, jetzt ist der richtige Zeitpunkt! Beschäftige dich mit deiner Kamera, egal ob Spiegelreflexkamera, Kompaktkamera oder Fotohandy. Je besser du weißt, wofür welche Einstellung gedacht ist und was passiert wenn du welchen Knopf drückst wird dir sehr weiterhelfen und deine Fotos verbessern!

und last but not least – Nummer 11 – HOL DIR INSPIRATION – THE WORLD IS A BOOK!

Betreibe Betriebsspionage! Suche auf Pinterest, Instagram, Etsy oder wo sonst auch immer nach Inspirationen! Die Produktfotografie der ganzen Welt liegt wie ein offenes Buch vor dir, du musst nur darin lesen!

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Stilleben: Philip Platzer Photography

Übrigens: Stimmungsvolle Stilleben z.B. von deinem kreativen Prozess sind super für Deine „About“ Seite um deine Geschichte zu erzählen und auch als viertes oder fünftes Foto in Deiner Produktbeschreibung unterstützen sie deine Kunden bei der Kaufentscheidung!

 

Alex ist Physiotherapeutin an der Kinderkrebsstation der Universitäts-Kinderklinik in Graz und betreibt seit Mitte 2015 ihren Shop ‚a pinch of salt’ auf Etsy. Ihre Homepage findest Du hier: www.apinchofsalt.net

Gute Vorsätze für’s neue Jahr und Etsy Resolution

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Foto: nauli

Neujahrsgruß und -Gedanken der Etsy Germany Streetteam Kapitäne Johanna und Eva-Dewi von Nauli.

Schwups und wir sind im Neuen Jahr!

Geht es Euch auch so wie uns, und Ihr startet mit einer langen Liste von Vorsätzen, die schon fast ein bisschen schwindlig macht?
Wir beide haben die Jahresplanung noch nicht fertig. Einige Ziele wabern noch ein bisschen herum, bevor sie einen festen Platz in der Jahresplanung bekommen. Das konkrete Planen zum Jahresanfang haben wir erst vor zwei Jahren eingeführt und festgestellt, dass es wirklich hilft, am Ball zu bleiben.

Schon immer begleitet uns neben einem Kalender, auch ein Notizbuch, in dem wir Ideen und Gedanken das Jahr über sammeln. Seitdem wir unser Jahr konkreter planen, werden die wichtigsten und besten herausgefiltert und finden einen festen Platz in der Jahresplanung.

Konkrete Fragen werden dafür beantwortet: Wann soll das Projekt gestartet und bis wann umgesetzt werden? Was wollen wir damit erreichen? Welche Schritte gehören mit zur Umsetzung? Was ist unser Minimum Outcome, was wäre das Maximum?

Bisher haben wir keine Jahresplanung eingehalten. Unser Geschäft und oft auch das Leben erfordern Flexibilität. Aber die Jahresplanung hilft wieder auf die ursprünglich gewollten Schienen zu finden, wenn mal zwischenzeitlich Chaos eintritt. Und zu Beginn zwingt sie schon mal dazu Prioritäten zu setzen. Denn alle Projektideen lassen sich selten umsetzen. Das sieht man schon, wenn man sie in den Kalender eintragen möchte.

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Foto: Etsy.com

Für diesen Januar und Februar haben wir schon ziemlich viel vor. Natürlich gehört die Verbesserung unserer Onlinepräsenz und unseres Etsy Shops dazu. Dabei helfen wird uns Etsy Resolution. Das ist ein kostenloser Onlinekurs, den Etsy Deutschland zeitgleich mit vielen Etsybüros auf der ganzen Welt anbietet. In einer  Facebookgruppe werden die Teilnehmer von erfahrenen Etsyverkäufern unterstützt. Klar, dass wir JA! geschrieen haben, als wir gefragt wurden, ob wir dabei wären! Was für ein tolles Angebot für unsere Team-Mitglieder! (Und für uns, weil wir auch noch sehr viel lernen können…)

Sehen wir uns?  Anmeldung für Etsy Resolution hier.


Eva-Dewi & Johanna sind die momentanen Kapitäne des Etsy Germany Streetteams. Als erfahrene Etsy Verkäufer haben sie die Unterstützung durch Teams von Anfang an zu schätzen gelernt. Mit ihrer ehrenamtliche Arbeit als Team-Kapitäne möchten sie dazu beitragen, dass noch mehr Etsy Verkäufer vom Wissen der Gemeinschaft profitieren. 

 

 

 

 

 

 

Marktgeschehen: Strawberry Earth Fair in Amsterdam

Johanna ist ein Teil der Doppelspitze des Etsy German Street Teams. Mit ihrer Schwester Eva-Dewi leitet sie nicht nur das Team, sondern auch Nauli. In ihrer Freizeit bemüht sie sich neuerdings abzuschalten. Beim Etsy European Street Team Summit in Amsterdam hat sie entdeckt, dass die effektivste Methode dafür besonders intensiver Austausch mit anderen und eine Prise Erinnerungen sein kann. Aber das ist hier gar nicht Thema.

Strawberry Earth ist eine kleine vielseitige Firma in der Niederländischen Hauptstadt, die sich ganz offensichtlich in keine Schublade stecken lassen will. Auf der Website ist von PR für besonders sympathische, umweltfreundlich und nachhaltig arbeitende Firmen, Weiterbildung für Modedesigner, Research, „grünem Film“ und dem Markt die Rede, von dem ich ein paar Eindrücke mit gebracht habe.

Der Strawberry Earth Fair ist ein kleiner außergewöhnlicher Markt mit Mission in Amsterdam. Wir hatten uns verlesen und sind deshalb um kurz vor 22 Uhr fröhlich reingeschneit. So haben wir nur die letzten Minuten des Marktes mitbekommen, denn der schloss offiziell um 22:00, während die Party im Schuppen gegenüber noch bis in die Nacht weiter ging.

Der Markt fand  am 9. und 10. Oktober in Amsterdam Roest, einem alternativen Kunstpark statt. Für zwei Tage wurde in eine simple Halle ein ganz besonderes Ambiente hineingetragen. Die Stände schienen ziemlich frei in den Maßen, sodass sich die Händler kreativ ausleben konnten. Wirklich alle Stände hatten sich eine besondere Präsentation ihrer Waren ausgedacht. Die Holzregale im letzten Bild gehörten zum Etsy Stand. Neben den ca. 20 Ständen lokaler, nachhaltig produzierender Labels, wurden den Besuchern für 16,50 Euro Eintritt zahlreiche Workshops, eine Modenschau bzw. am Samstag eine Film, und Podiumsdiskussionen geboten.

Viel besser als meine verwackelten Fotos zeigt das der Film der Veranstalter:

Text und Fotos: Johanna P.H., auch auf blog.nauli.deFacebookInstagram und Twitter

Marktgeschehen: Himmel, Kunst und Zwirn – Etsy zuhause in München

Stefanie, die engagierte Kapitänin des Etsy München Teams, Nähmaschinenvirtuosin und Ladenbesitzerin in der Online– und in der Offlinewelt blickt zurück auf Himmel, Kunst und Zwirn, Etsy zuhause in München!

Gute Ideen werden in München, wie vermutlich in jeder anderen Stadt auch, am laufenden Band geboren. Daran, hier mal eben einen Raum für die Verwirklichung dieser Idee zu finden, ist schon der ein oder andere gescheitert. Ein Kämmerchen in Randlage ist eventuell bezahlbar. Ebenso stehen in der Innenstadt Orte zur Verfügung, deren Tagesmiete aber höher ist als das Monatseinkommen des durchschnittlichen Kreativen.

Als das Etsy München Team sich im Frühsommer dazu entschloss, ein Teil von Etsys „Zuhause in Deiner Stadt“ zu werden, ging der sonstigen Planung die Suche nach der perfekten Location für den Pop Up Shop voraus. Bestlage! Idealerweise für mehrere Wochen! Mit perfekter Beleuchtung! Mit der Möglichkeit, Kaffee und Kuchen anzubieten! Und vor allem: bezahlbar! Einige standen auf der Wunschliste für den perfekten Raum. Aber wie auch bei der Wohnungs-, Partner- und Jobsuche liegen Idealversionen selten auf dem Silbertablett. Kaffee und Kuchen fiel – abgesehen von den kulinarischen Wonnen bei den Teamtreffen – als erstes unter den Werktisch, danach verabschiedeten wir uns von der utopischen Vorstellung, dieses Projekt für länger als einen Tag organisieren zu können und fokussierten auf „bezahlbar“ und „Bestlage“. In den Reihen des Organisationsteams (fünf sture Frauen und ein alter Hundeherr) war schon einiges an Pop Up-Shop und Markt-Organisations-Kompetenz versammelt, und so wussten wir, dass der Shop eines nicht haben durfte: keine Lauflage. Die anderen Punkte mit „keine“ vorneweg waren: 08/15, Langeweile, Normalität. Weil man irgendwann einfach eine Entscheidung treffen muss und wir das Gefühl hatte, ohne einen Ort vor Augen nicht in die tiefere Planung einsteigen zu können, fiel diese eines Abends für die Galerie, die wir schon am Anfang der Raumsuche ins Auge gefasst hatten: der Ponyhof Artclub in der Pestalozzistraße, ein paar Minuten Laufentfernung vom Sendlinger Tor, direkt am Eingang zum Glockenbachviertel. Die Galerie ist nicht allzu groß, aber dafür dort, wo wir an einem Samstag eine ganze Menge Menschen vermuteten. Und sie ist schlicht, hell und bezahlbar, im Gegensatz zu vielen anderen Optionen, die wir ins Auge gefasst hatten. Parallel eröffneten wir die Möglichkeit, sich als (zukünftiger) Etsy-Shop-Inhaber für einen der 25 Ausstellerplätze zu bewerben. Dass wir in einem Raum mit seinen drei Metern Breite und sechs Metern Länge keine kompletten Shopsortimente ausstellen können, war von Anfang an klar, und somit auch, dass die gezeigten Produkte sich auf kleine Ausschnitte aus den Werken eines jeden Ausstellers beschränken mussten. Pro Designer ein Produkt, auf einem Podest wie in einem Museum, ins Rampenlicht gestellt und einen Tag lang nicht ein Stück unter vielen, sondern der Star des Sortiments.

Glücklicherweise hatten wir mit Eva eine Grafikdesignerin im Organisationsteam, die zum Veranstaltungstitel „Himmel, Kunst und Zwirn“, der aus dem Fluch darüber, dass uns um nichts in der Welt ein ordentliches Motto einfallen möge, entstandenen ist, ein Logo, Flyer, Plakate, Grafiken für Social Media, Werbeanzeigen und Visitenkarten entwarf. Waltraut lackierte, sägte und schraubte an den heißen Tagen dieses Sommers die Ladeneinrichtung zusammen, Kathi saß nicht auf, sondern in einer großen Wolke, die sie aus geheimnisvollen himmlischen Materialien zusammenkleisterte und die im Laden unter der Decke schweben würde. Stefanie verzog sich in den vier Wochen vor dem Event in indische Wälder, schrieb dort Pressemitteilungen, bestückte die Social Media Kanäle und kümmerte sich um die Teamwebseite. Christiane schnitt Fensterfolie und beklebte Team-Shirts. Und dann ging alles ganz schnell.

Am Freitag, 11. September, kam alles, was in den verschiedenen Stuben und auf Terrassen zusammengebastelt wurde, an einem Ort zusammen. Die Galerie wurde in „Himmel, Kunst und Zwirn“ verwandelt. Stefanie landete gerade noch rechzeitig für die letzten Handgriffe in der Heimat und erst, als am Abend die Bude brechend voll war, und wir den Eröffnungssekt zu den Besuchern nach draußen bringen mussten, weil ein Durchkommen zum Sekt teilweise nicht möglich war, war klar, warum wir diesen Job, der in den letzten Wochen einen großen Teil unserer Zeit und Energie in Anspruch genommen hat, machen: Weil München Veranstaltungen braucht, die – und wenn es nur für einen Augenblick ist – die kleinen Dinge und ihre Designer, eben das, was sonst keinen Platz auf diesem teueren Pflaster findet, ins Rampenlicht zu stellen.

Ein Rampenlicht, das für einen Tag und einen Abend im September ordentlich kräftig am Kunst- und Zwirn-Himmel strahlte, um dann das Gefühl zurück zu lassen, diese Stadt ein klein wenig vielfältiger gemacht zu haben. Als wir zwischen zusammengefalteten Tischen und Kartons mit den feinen Produkten unserer Aussteller die Abbau-Pizza aßen, fielen Sätze wie „beim nächsten Mal“ und „wenn wir das wieder einmal machen“. Vielleicht gibt es ja eine Chance, noch einmal so ein engagiertes Team zusammenzutrommeln, das unter Einsatz aller Kräfte so ein Event auf die Beine stellt? Vielleicht haben Münchner Kreative Lust bekommen, diesem Team unter die Arme zu greifen, weil bei Dingen, die unbezahlt und in der Freizeit geschehen müssen, jede zugreifende Hand, zählt? Vielleicht kennt jemand einen uns bisher verborgenen perfekten Raum, der ideal für einen Rampenlicht-Tag wäre? Vielleicht hat dieser eintägige Pop Up-Shop dabei geholfen, die Münchner Design- und Kunst-Macher ein wenig mehr zu einer Gemeinschaft zu machen.

Danke für die Teilnahme bei „Himmel, Kunst und Zwirn“ an die Designer der Labels MMModedesign, Nothing, Studiomunique, Louloute, Prunkhund, indigena, Minga, Cut&Tear, Belaine, Zen Vintage Collection, Grünes G, Alizi, GKdesign, Little Ell, Kleine Klara, Things like Diamonds, Holla, My Hobby Story, Lena Peter, Mashkova Type.

Der Pop Up Shop wurde organisiert von Nauli, krambeutel, Trachtenbaby, Waltraut von Roda, Noamagpie.

Das Etsy München Team ist im Internet u.a. mit einer Webseite (www.etsymuenchenteam.de), einer facebook-Seite, seiner Teampage und auf Pinterest vertreten. Zum Newsletter, über den man über kommende Veranstaltungen und Aktionen erfährt, kann man sich hier anmelden.

Text: Stefanie Ramb, auch auf Instagram, Facebook, Blog

Fotos: Simone Naumann, auch auf Instagram, Facebook, Blog